INDUSTRIE 4.0: IST IHRE INSTANDHALTUNG FIT FÜR SMART MAINTENANCE?

Wenn Bauteile ein Schwätzchen mit Ihrer Anlage führen und eine komplette Produktionskette sich wie von Geisterhand selbst steuert, dann ist das nicht etwa ein Märchen, sondern Industrie 4.0. Wie sieht es in Ihrer Produktion aus? Testen Sie, wo Ihr Unternehmen in Sachen Industrie 4.0 steht und ob Ihre Instandhaltung schon bereit für Smart Maintenance ist. Nutzen Sie unseren Industrie 4.0 Quick-Test zum Download.

Ein Produktionsumfeld, das aus intelligenten Anlagen besteht und sich komplett autonom steuert – was klingt wie Zukunftsmusik, ist bereits heute im Einsatz. Da ist der Weg hin zur Smart Factory nicht mehr weit – so gaben im Deutschen Industrie 4.0 Index 2017 der Staufen AG schon 41% der befragten Unternehmen an, dass sie in operativen Einzelprojekten das Thema Industrie 4.0 vorantreiben. Möglich gemacht hat das vor allem der Fortschritt in Sachen Informations- und Kommunikationstechnologie. Sensoren sind heute erschwinglich und um einiges leistungsfähiger als noch vor ein paar Jahren. Vernetzt werden die verschiedenen Komponenten über eine drahtlose und flächendeckende Internetverbindung.


Industrie 4.0 – wieso sich die Investition lohnt

Bauteile kommunizieren mit ihren Produktionsanlagen und melden ihren Wartungsbedarf selbst. Mitarbeiter, Kunden und Dienstleister können flexibel an das System angebunden werden. So ergeben sich ganz neue Möglichkeiten entlang der Wertschöpfungskette. Außerdem können Teile der Produktion automatisiert und somit effizienter gestaltet werden. Dies ist laut Industrie 4.0 Index auch der Hauptgrund, wieso z.B. die Automobilindustrie eine Digitalisierung ihrer Produktion anstrebt – neben Kostensenkungen und mehr Transparenz.

Umstellen und Umdenken

Doch wo ein so großer und bedeutender Wandel vollzogen wird, muss immer auch ein Umdenken stattfinden – eine Herausforderung mit denen viele Unternehmen heute zu kämpfen haben. Denn dem digitalen Kulturwandel steht unter anderem der demografische Wandel entgegen. Es werden Mitarbeiter benötigt, die den neuen Technologien offen begegnen und die Voraussetzungen der digitalen Arbeitswelt erfüllen. Die Realität sieht aktuell noch anders aus bestätigt die PwC Studie „Industrie 4.0“: Rund 30 % der Befragten sehen die größte Herausforderung bei der Umsetzung von Industrie 4.0 in nicht ausreichend qualifizierten Arbeitskräften.


Modernisierung in der Instandhaltung  

Keine Frage: Je höher der Grad der Technologisierung von Anlagen ist, desto komplexer wird es, diese zu verstehen und den Umgang mit ihnen aus dem FF zu beherrschen.  Dies beeinflusst nicht zuletzt auch die Instandhaltung – denn genau das wird von ihr erwartet. Seit einigen Jahren hat sich dort der Begriff „Smart Maintenance“ gefestigt. Die vorausschauende Instandhaltung und Wartung von Anlagen birgt ein hohes Potenzial – schließlich können so beispielsweise Produktionsstillstände vermieden bzw. verkürzt und damit Kosten eingespart werden. Laut Industrie 4.0 Index geben zwei Drittel der Befragten an, bereits Smart Maintenance in ihrer Produktion etabliert zu haben. Der Übergang vom klassischen Condition Monitoring zu Smart Maintenance ist dabei allerdings fließend. Interessant ist, dass nur rund 6% der Befragten mit der Leistung der aktuellen Smart Maintenance Angebote wirklich zufrieden sind.

Dabei hat es der moderne Instandhalter selbst mit in der Hand, Anlagen so zu modifizieren, dass sie den gestiegenen Ansprüchen der Industrie 4.0 genügen. Denn wer kennt die Anlagen, deren Funktionsweise und technische Möglichkeiten besser?

Herausforderungen für die Instandhaltung

Doch natürlich kommt es auch maßgeblich auf die Technik dahinter an. Für eine effizientere und smarte Instandhaltung ist eine große Menge an Daten nötig, die mit Hilfe von Sensoren erfasst werden. Diese müssen dann nicht nur gespeichert, sondern in Echtzeit ausgewertet werden – eine leistungsfähige und zuverlässige IT-Infrastruktur ist hier ein absolutes Muss. Zusätzlich bedarf es einheitlichen Standards, was den Austausch von Daten angeht. Wenn viele verschiedene Systeme miteinander kommunizieren sollen, müssen alle die gleiche Sprache sprechen. Gleiches gilt natürlich auch für die Akteure, die an die Systeme angeschlossen sind: Mitarbeiter, involvierte Teams und auch externe Dienstleister. Für sie alle müssen die gleichen Voraussetzungen geschaffen werden – in Sachen Technik aber auch Know-how.

Denn spätestens im Ernstfall muss jeder wissen, was zu tun ist. Auf technischer Ebene heißt das: Die Daten der Anlagen müssen zentral verwaltet und für den Notfall schnell wieder auf Vordermann bzw. auf eine frühere Version gebracht werden können. Zuverlässiges Datenmanagement ist daher das A und O in der Instandhaltung. Auf dem Weg zur Smart Maintenance und Industrie 4.0 gibt es also jede Menge zu tun.

Wie schneidet Ihr Unternehmen in Sachen Industrie 4.0 ab? Ist Ihre Instandhaltung schon bereit für Smart Maintenance? Machen Sie jetzt den Industrie 4.0 Quick-Test!

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